Jede Strickerin kennt es: jede Menge Reste liegen in Schubladen und Kisten. Einfach zu schön zum wegwerfen oder man könnte sie ja noch mal verwenden und überhaupt hat das Garn ja auch was gekostet.

Ein Fitzelchen Seide, ein Fitzelchen Sockenwolle, ein Fitzelchen Angora, wie passt das zusammen? So:

Etwa 40 Reste habe ich für meinen Fitzlipulli verarbeitet. Und musste nur den Anfangs- und Endfaden vernähen. Nein, ich habe nicht eingewebt. Wie geht das? Das Zauberwort heißt „Russian Join“ oder auf deutsch spleissen. Eine simple Technik, mit der man jeden Faden bis zum Schluss verwenden kann. Gewechselt wird, wenn das Garn zuende ist. Und so fängt es an:

Diese Art der Resteverwertung kann süchtig machen. Passend zum Pullover gibt es auch das Tuch

Tuchanleitung und Pulloveranleitung könnt ihr euch bei Ravelry herunterladen. Wer es nicht ganz so wild möchte, strickt mit wenigen Farben als Hintergrund und Kontrastfarben als Vordergrund. Da kann man auch schöne Einzelstränge verwenden:

So sieht das dann aus:

Für diesen Fitzlipulli habe ich für den Hintergrund Schura Silk verwendet, ein etwas festeres Garn mit Ramie und Seide und für den Vordergrund Sedaca, eine reine Seide. In dieser Zusammensetzung gibt es Garnpakete  mit Anleitung zum Sonderpreis im Shop.

Wer Lust auf fitzeln hat, den lade ich herzlich zum Fitzlipulli  KAL in der wollich Gruppe bei Ravelry ein. Dort könnt ihr Fotos von eurem Modell zeigen, Fotos der Garne, die ihr verwenden wollt und ich stehe euch mit Rat und Tat bei der etwas ungewöhnlichen Konstruktion zur Seite